
Ventildichtungen aus Hochleistungskunststoffen
Maßgefertigt, medienbeständig, branchenübergreifend einsetzbar
- Werkstoffauswahl aus Polytetraflon®-PTFE, Moldflon® Fluorthermoplaste und Elringplast
- Individuelle Geometrien für alle gängigen Ventilbauarten
- Einsetzbar in Chemie, Food, Pharma, Wasserstoff, Fluidtechnik, Automotive und mehr
Einsatzbereiche für Ventildichtungen
Ein Ventil regelt, sperrt ab und dosiert. Die zuverlässige Funktion hängt maßgeblich von einem einzigen Bauteil ab: der Ventildichtung. Sie sitzt zwischen dem Ventilkörper und dem Dichtsitz, nimmt Betriebsdrücke auf, übersteht tausende Schaltvorgänge und kommt dabei direkt in Kontakt mit dem fließenden Medium. In anspruchsvollen Prozessen wie beispielsweise in Chemieanlagen, Wasserstoffsystemen oder der Pharmaproduktion reichen Standardwerkstoffe wie NBR oder EPDM schnell nicht mehr aus. Hochleistungskunststoffe eröffnen hier wichtige Möglichkeiten: Sie verbinden eine außergewöhnliche Medienbeständigkeit mit thermischer Stabilität, antiadhäsivem Verhalten und langer Standzeit – zuverlässig auch im anspruchsvollen Dauerbetrieb unter wechselnden Prozessbedingungen.
Statische und dynamische Dichtwirkung
Ventildichtungen müssen den Betriebsdruck dauerhaft halten und dabei tausende Öffnungs- und Schließzyklen überstehen – ohne Kaltfluss oder Relaxation im Dichtsitz.
Werkstoff trifft Anwendung
Ob chemisch, thermisch oder hygienisch reguliert: Polytetraflon®-PTFE, Moldflon® Fluorthermoplaste und Elringplast Non-PFAS-Werkstoffe decken alle Anforderungen ab.
Maßgefertigt für jeden Ventiltyp
Kugel-, Membran-, Faltenbalg-, Magnet- und Absperrventil – Geometrie, Querschnitt und Oberflächenqualität der Ventildichtung werden auf Bauart und Betriebspunkt abgestimmt.
Sechs Schwachstellen, die jede Ventildichtung zum Risiko machen
Leckagen, Verschleiß und Kontamination entstehen oft nicht am Ventilkörper – sondern an der Dichtung.
Medienbeständigkeit unterschätzt
Säuren, Chlorverbindungen oder Lösungsmittel zersetzen Elastomerdichtungen in der Chemie- und Prozesstechnik schnell – oft unbemerkt bis zur Leckage.
Temperaturbereich zu eng
Verspröden, Verhärten oder Fließen: Dichtungswerkstoffe außerhalb ihres Temperaturfensters versagen beim Anfahren, bei Heißdampfreinigung oder kryogenen Betriebspunkten.
Reinheitspflicht in regulierten Branchen
In Food und Pharma gefährden Stoffe, die ins Medium übergehen, Produktqualität, Prozessvalidierung und behördliche Zulassungen.
Schaltzyklen als Verschleißfaktor
Hohe Reibung, schlechte Gleiteigenschaften und Stick-Slip-Effekte verschleißen Ventilsitz und Dichtung – besonders in Fluidtechnik und Wasserstoff-Anwendungen.
Druckspitzen und Wechselbelastung
Kriechende oder zu weiche Werkstoffe verlieren unter Druckstößen und Lastwechseln die Dichtwirkung schleichend – bis zur nächsten ungeplanten Wartung.
Kein passendes Standardmaß
Flanschdurchmesser, Sitzdurchmesser und Einbautiefe variieren je nach Hersteller. Eine Dichtung, die nicht exakt sitzt, dichtet nicht.
Ventildichtungen nach Maß – aus drei Werkstoffwelten, einer Fertigungskompetenz
ElringKlinger Kunststofftechnik entwickelt die Ventildichtung, die wirklich in Ihre Anlage passt.
Werkstoffauswahl mit System
Polytetraflon®-PTFE liefert nahezu universelle Medienbeständigkeit von –200 °C bis +260 °C; modifizierte Compounds reduzieren zusätzlich das Kaltflussverhalten. Moldflon® Fluorthermoplaste (Moldflon®-PTFE, -PFA, -FEP, -ETFE und -PVDF) ermöglichen komplexe Dichtungsgeometrien durch Spritzguss und Extrusion. Für fluorfreie Anwendungen stehen Elringplast Non-PFAS Werkstoffe zur Verfügung, wenn mechanische Belastbarkeit und spezifische Medienbeständigkeit am wichtigsten sind.


Geometrie ohne Kompromisse
Jede Ventildichtung wird auf Basis der realen Einbausituation entwickelt: Außen- und Innendurchmesser, Querschnittsgeometrie, Dichtlippenform und Oberflächengüte werden präzise auf den Ventiltyp und den Betriebspunkt abgestimmt. Auch Oberflächenrauheit und Einbautoleranzen fließen in die Auslegung ein. Weder Konfektionsware noch Standardkatalog, sondern eine Lösung, die für genau dieses Ventil konstruiert wurde.
Entwicklung als gemeinsamer Prozess
Auf Basis von Lastenheft und Betriebsbedingungen erarbeiten wir einen Werkstoff- und Geometrievorschlag, fertigen Musterteile für den Praxistest und begleiten – inklusive möglicher Optimierungsschleifen – die gesamte Qualifizierung bis zur Serienfreigabe. Jeder Fertigungsschritt, vom ersten Prototyp bis zur wiederkehrenden Serienlieferung, läuft in zertifizierten Prozessen ab.

Jetzt Ventildichtung entwickeln lassen
- Werkstoffberatung auf Basis Ihrer Prozessbedingungen
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Bauarten
Federunterstützter Nutring

Kolben- und Stangendichtung mit Doppeldichtkante zur Steigerung der Dichtwirkung für kritische flüssige Medien wie Farben und Lacke.
Membrane

Membrane mit rückseitigen Rillen für Sterilventile mit sehr glatten Oberflächen.
V-Manschettensatz

Packungsdichtung für Regel- und Absperrarmaturen sowie Ventilspindeln.

Mit einem Profi von der Compoundierung bis zur fertigen Ventildichtung planen
Was ElringKlinger Kunststofftechnik von reinen Auftragsherstellern unterscheidet: Die Werkstoffkompetenz beginnt nicht erst beim Zukauf, sondern bereits bei der hauseigenen Compoundierung. Wer seinen Werkstoff selbst entwickelt, kann ihn hinsichtlich Kaltflussverhalten, Rückstellung oder Medienbeständigkeit gezielt für die spezifischen Anforderungen einer Ventildichtungsanwendung optimieren. Branchen wie Chemie, Pharma, Wasserstofftechnologie, Automotive/Mobility und Fluidtechnik stellen dabei die unterschiedlichsten Anforderungen an potenzielle Lösungen. Wir bringen selbst für komplexe Anforderungen das nötige Anwendungswissen mit. Als weltweit präsenter Technologiepartner liefern wir Ihnen dabei weit mehr als Einzelkomponenten: Mit individuellen Lösungen und Baugruppen lassen sich auch komplexere Dichtsysteme aus mehreren Komponenten realisieren. Sämtliche Fertigungs- und Qualitätsprozesse sind nach internationalen Standards zertifiziert. Das bietet eine verlässliche Grundlage für Kunden mit höchsten Anforderungen an Prozesssicherheit und Produktqualität.
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Ventildichtungen aus Hochleistungskunststoffen – Einsatzbereiche im Überblick
In der chemischen und petrochemischen Industrie stehen Ventildichtungen unter permanentem Einfluss aggressiver Medien. Hier ist nahezu universelle chemische Beständigkeit keine Option, sondern Voraussetzung. In der Food- und Pharmaindustrie treten Reinheit und Konformitätsnachweise in den Vordergrund: Ventildichtungen dürfen keine Stoffe ans Medium abgeben und müssen Reinigungs- und Sterilisationszyklen dauerhaft standhalten. In Wasserstoffanwendungen – von der Elektrolyse bis zur Mobilität – sind Werkstoffe gefragt, die Druckwechsel, tiefe Temperaturen und das Durchdringen von Kleinstmolekülen wie H₂ beherrschen. In der Fluidtechnik und bei Kompressoren zählen Gleiteigenschaften, minimaler Stick-Slip und Verschleißbeständigkeit über Millionen Schaltzyklen. Für all diese Branchen entwickelt ElringKlinger Kunststofftechnik Ventildichtungen, die nicht nur mit dem richtigen Werkstoff, sondern auch Geometrie und Fertigungsverfahren konsequent auf den jeweiligen Betriebspunkt abgestimmt sind.
Was einen Entwicklungspartner vom Lohnfertiger unterscheidet
Viele Unternehmen fertigen Dichtungen, doch nur wenige entwickeln sie von Grund auf. Der Unterschied liegt hierbei nicht nur in der Maschine, sondern vor allem im Wissen dahinter: Welcher Compound hält welchem Medium stand? Wie verhält sich ein PTFE-Werkstoff unter Druckwechsel bei –60 °C? Wann ist ein Moldflon®-Werkstoff die bessere Wahl als Polytetraflon®-PTFE? Wie müssen die idealen Komponenten für eine Kompressor-Ventildichtung gebaut sein? Wir beantworten diese Fragen nicht aus dem Katalog, sondern mit jahrzehntelanger Anwendungserfahrung in Chemie, Food, Pharma, Fluidtechnik, Automotive und Mobility sowie Wasserstofftechnologie. Dazu kommt die hauseigene Compoundierung: Werkstoffe werden nicht zugekauft und verarbeitet, sondern gezielt für die jeweilige Anforderung optimiert. Das ist der Unterschied zwischen einer Dichtung, die lediglich den Normen entspricht und einer, die in Ihrer Anlage dauerhaft zuverlässig funktioniert.









