Das teilkristalline Polytetrafluorethylen (PTFE) wird durch Polymerisation aus dem Monomer Tetrafluorethylen (TFE) gewonnen. Die dabei entstehenden Makromoleküle haben einen linearen Aufbau. Der Kettenaufbau von PTFE weist zwei interessante Besonderheiten auf:
PTFE
Die Kohlenstoffkette ist nahezu vollständig mit Fluoratomen umhüllt und damit vor äußeren Einflüssen geschützt. Die Kohlenstoff-Fluorverbindung stellt eine der stärksten Bindungen in der organischen Chemie dar (Dissoziationsenergie 460 KJ/mol). Daraus resultiert die außergewöhnlich hohe chemische und thermische Beständigkeit von PTFE.
Modifiziertes PTFE
Modifiziertes PTFE wird aus den Monomeren Tetrafluorethylen (TFE) und einem ebenfalls perfluorierten Modifier, Perfluorpropylvinylether (PPVE), hergestellt. Die im Vergleich zu Standard-PTFE kürzeren Molekülketten haben eine höhere Tendenz zum Kristallisieren. Dadurch würden sich die mechanischen Eigenschaften des Werkstoffes verschlechtern. Der Modifier stört die Kristallisation wirkungsvoll. Dadurch gelingt es bei modifiziertem PTFE, thermoplastische Eigenschaftskomponenten, bedingt durch die kürzeren Molekülketten, mit den guten mechanischen Eigenschaften von Standard-PTFE zu verknüpfen. |
|
|
|
|